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EMS SQL Backup for SQL Server

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Automatisierung des Protokollversandes im EMS SQL Backup

Der Mechanismus des Protokollversandes ist vorgesehen, um den Failover-Schutz der DB-Konfiguration im Microsoft SQL Server zu erhöhen. Sein Hauptzweck besteht im Kopieren der Sicherungsdateien des DB-Transaktionsprotokolls einer Instanz vom SQL Server auf eine andere Instanz und im anschließenden Wiederherstellen von diesen Sicherungsdateien auf der Zieldatenbank ohne einen gemeinsamen Zugriff. Bei der Automatisierung des Protokollversands kann die Kontrolle über das Kopieren und das Wiederherstellen von Sicherungsdateien schwierig sein, da jede "übersprungene" Sicherungsdatei auf dem Zielserver eine spätere Verwendung der folgenden Sicherungsdateien unmöglich und das Wiederherstellen aus einer vollständigen Datenbanksicherung erforderlich macht.

Der SQL Backup bietet praktische Tools, um den Protokollversand-Prozess zu automatisieren und zu kontrollieren. Diese Tools werden in diesem Artikel an einem konkreten Beispiel erläutert.

Um den Protokollversand im Programm einrichten zu können, sind folgende Vorbereitungsschritte auszuführen:

  • Registrieren Sie beide Instanzen vom SQL Server (Primär- und Ziel-Instanz) in der SQL Backup-Verwaltungskonsole;
  • Installieren Sie die SQL Backup Server-Komponenten auf die beiden registrierten Instanzen;
  • Zur Vereinfachung der Richtlinienverwaltung können Sie eine separate Projektmappe erstellen und den Server dahin ziehen.

Erstellen einer Richtlinie

Jetzt sind Sie bereit, die Protokollversand-Richtlinie zu erstellen und zu konfigurieren. Um eine Richtlinie erstellen zu können, müssen Sie mit der rechten Maustaste auf die Projektmappe klicken und einen Punkt aus dem Kontextmenü "Maintenance Policies | Create New Policy" (zu dt. "Wartungsrichtlinien | Neue Richtlinie erstellen") auswählen.

Im ersten Schritt des geöffneten Assistenten geben Sie den Namen der Richtlinie ein und legen Sie die Anwendungsregel für ihre Ausführungszeit im Bereich "In different time zones schedule tasks on basis of" (zu dt. "Festlegen des Zeitplans für die Tasks in verschiedenen Zeitzonen auf Basis von") fest. Für den Protokollversand ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Tasks, die sich in verschiedenen Zeitzonen befinden können, auf dem Quell- und dem Zielserver gleichzeitig ausgeführt werden. Deswegen sollte der Punkt "Home Time Zone" (zu dt. "Heimatzeitzone") ausgewählt werden.

In diesem Fall wird die Startzeit der Richtlinie auf jeder Instanz von SQL Server so berechnet, dass sie mit der erforderlichen Zeit des Client-Computers übereinstimmt (auf dem die Verwaltungskonsole des EMS SQL Backup installiert ist). Es ist wichtig zu beachten, dass eine fehlerhafte Synchronisierung der Ausführungszeit des Tasks auf zwei Instanzen zum Richtlinienfehler nicht führen wird. Falls beim ersten Start der Richtlinie der Task auf dem Zielserver früher als auf dem Hauptserver gestartet wird, wird der Status der ersten Ausführung fehlerhaft sein, aber die nachfolgenden Starte werden erfolgreich ausgeführt.

Im zweiten Schritt des Assistenten zum Erstellen von Richtlinien ist der Taskschritt hinzuzufügen und der Zeitplan festzulegen. Wenn Sie einen Schritt hinzufügen, haben Sie den Typ "Transaction Log Shipping" (zu dt. "Transaktionsprotokollversand") auszuwählen, um den Assistenten zum Konfigurieren des Protokollversand-Schrittes zu öffnen. Im zweiten Schritt dieses Assistenten wählen Sie die primäre Instanz von SQL Server aus der Dropdown-Liste "Source server" (zu dt. "Quellserver") und die Ziel-Instanz in der Dropdown-Liste "Destination server" (zu dt. "Zielserver") aus. Alle Datenbanken des Hauptservers sind in der Tabelle angezeigt:

Die Zieldatenbank ist in der Liste des Feldes 'Destination DB' (zu dt. 'Ziel-DB') auszuwählen. Dann sollte die Option 'Overwrite' (zu dt. 'Überschreiben') angeklickt werden. Wenn die Option 'Overwrite' (zu dt. 'Überschreiben') beim Erstellen und Anwenden von Richtlinieneinstellungen bereits aktiviert ist, wird eine vollständige Datenbanksicherungskopie übertragen und wiederhergestellt. Dabei kann sie auf dem Zielserver ersetzt werden. Beim Wiederherstellen werden die Datenbankdateien in Verzeichnissen erstellt, die in Feldern 'Data folder' (zu dt.'Datenordner') und 'Log folder' (zu dt. 'Protokollordner') des Zielservers festgelegt sind. Bei Bedarf können die Verzeichnisse geändert werden.

Sie können die Einstellungen für den dritten Schritt des Assistenten unverändert lassen und mit Schritt 4 fortfahren. Im Feld "Network shared folder" (zu dt. "Freigegebener Netzwerkordner") müssen Sie das Netzwerk-Verzeichnis angeben, über das die Protokollsicherungsdateien kopiert werden können.

Das Verzeichnis kann sich auf einem Computer des Haupt-, Ziel SQL Servers oder auf einem dritten Computer befinden, der sich in einem lokalen Netzwerk befindet und über NetBIOS erreichbar ist. Der Pfad muss in einem UNC-Format (Universal Naming Conventions) angegeben werden, wie es im Beispiel gezeigt ist. Am häufigsten wird das Verzeichnis auf dem Computer des Zielservers mit einen gemeinsamen Zugriff verwendet. Denken Sie daran, dass der Zugriff auf das Verzeichnis im Auftrag von SQL Backup-Diensten, die auf beiden Computern funktionieren (der Primär- und Ziel-Instanz von SQL Server), erfolgt. Um sicherzustellen, dass keine Verwirrung mit den angewendeten Zugriffsrechten besteht, bietet das Programm die Möglichkeit, die Netzwerkeinstellungen des Benutzers explizit anzugeben (Abschnitt "Authorization" (zu dt. "Autorisierung"). Der Prüfvorgang des Zugriffes auf das Netzwerk-Verzeichnis mit den angegebenen Einstellungen von beiden Rechnern wird durch Anklicken der Schaltfläche "Check" (zu dt. "Überprüfen" aktiviert. Es wird empfohlen, die Einstellungen immer auf diese Weise zu überprüfen. Im Feld "Destination folder" (zu dt. "Zielordner") müssen Sie einen Pfad auf dem Zielcomputer angeben, auf den die Dateien für eine direkte Wiederherstellung kopiert werden. Danach sind die Optionen zum Wiederherstellen der Zieldatenbank anzugeben.

Die Zieldatenbank ist für die Änderungen nicht verfügbar, aber Sie können einen der beiden Zustände auswählen, in dem sie nach der Wiederherstellung der Protokolle verbleibt. Nachdem Sie diese Option festgelegt haben, können Sie zur letzten Seite des Assistenten gehen und das Hinzufügen des Schrittes für den Protokollversand abschließen.

Nachdem Sie zum Assistenten zum Erstellen von Richtlinien zurückkehren, muss man einen Zeitplan der Richtlinienausführung hinzufügen. Wenn der Protokollversand jede halbe Stunde ausgeführt werden soll, können Sie den Zeitplan wie folgt konfigurieren:

Nach dem Anwenden der Zeitplan-Einstellungen wird eine einzelne Aufgabe, die einen Schritt (Vorgang) und einen Zeitplan enthält, in der Richtlinienstruktur angezeigt.

Dies bedeutet, dass alles richtig eingerichtet ist und Sie zum nächsten Schritt der Einstellung der Richtlinieneigenschaften, und zwar zur Einstellung der Benachrichtigungen gehen können. Es ist ausreichend, nur die Zielserver-Instanz für die Benachrichtigungen auszuwählen, denn der Status der Wiederherstellung ist wichtiger als der Status der Sicherung und ist in der Tat der Status der gesamten Richtlinie. Danach sind das Ereignis und die E-Mail anzugeben.

Anschließend gehen Sie zu Schritt 4 und wenden Sie die Richtlinie an, indem Sie auf die Schaltfläche "Finish" (zu dt. "Fertig stellen") klicken. Beim Übertragen von Richtlinieneinstellungen auf beide Server wird auch die vollständige Datenbanksicherung migriert.

Ausführungsüberwachung

Um den Status der Ausführung des Protokollversand-Tasks anzuzeigen, muss man die erstellte Projektmappe und die erstellte Richtlinie im Abschnitt “Policies" (zu dt. "Richtlinien") auswählen. Der allgemeine Status der Richtlinie wird in der Spalte "Status" des Abschnitts "Policies" (zu dt. "Richtlinien") angezeigt. Der Status der einzelnen Ausführungen wird im Feld "Status" des Abschnitts "Launches" (zu dt. "Starts") angezeigt.

Wenn beim Ausführen auf einem der Server ein Fehler aufgetreten ist und Sie dabei die Details anschauen möchten, muss man die Richtlinieneinstellungen im Abschnitt "Policies" (zu dt. "Richtlinien") erweitern, den Task mit dem Status "Fail" (zu dt. "Fehler") auswählen, im Abschnitt "Launches" (zu dt. "Starts") den Start mit Status "Fail" (zu dt. "Fehler") auswählen, Schritte erweitern und auf "Show details" (zu dt. "Details anzeigen") klicken.

Das gesamte Protokoll des Schrittes wird im geöffneten Fenster angezeigt. Wenn das Problem behoben ist, können Sie einen fehlgeschlagenen Start auswählen, mit der rechten Maustaste darauf klicken und dann "Ignore error for selected launches" (zu dt. "Fehler für die ausgewählten Starts ignorieren") auswählen. Somit wird der gesamte Status der Richtlinie angepasst.

Wenn der Task aus irgendeinem Grund auf dem Zielserver nicht abgeschlossen wurde, wird das Programm beim nächsten Start versuchen, alle zuvor nicht wiederhergestellten Protokolldateien wiederherzustellen, um sicherzustellen, dass die Datenbank einen gültigen Status aufweist und später wiederhergestellt werden kann.